An dieser Stelle möchte wir Ihnen die aktuelle Arbeit unserer Mitgliedsgruppen vorstellen.

 

 

- Name, Ort der BI: ProAuetal, Wulfsen


- worum geht´s? Ziel/ Aufgabe der BI: Erhalt des Feuchtniederungsgebietes Auetal,
das bedroht ist durch Pläne zum Kiesnassabbau (ein See größer als die Binnenalster soll
entstehen). Unser übergeordnetes Ziel ist es, dass keine Nassabbauverfahren bei
dichtliegenden FFH-Gebieten zur Genehmigung zugelassen werden - besser noch - ein
Nassabbauverfahren vor dem Hintergrund des Klimawandels generell nicht mehr
zuzulassen und den entsprechenden Paragraphen im RROP zu ändern.

Wie hängt das zusammen? Das Abbaugebiet liegt dicht an dem FFH-Gebiet des
Auetals mit seinen Flüssen, Aue, Pferdebach und Ostersiecksbek, die alle drei nicht
mehr quellengespeist sind, sondern abhängig von Grund- und Regenwasser sind. Nach
Genehmigung des Nassabbaus würde ein See mit einem sehr hohen
Verdunstungsgrad entstehen. Das schattenspende Dach des auf einer Anhöhe
stehenden Waldes, wird auf Meeresspiegelhöhe abgetragen, sodass Wind und Sonne
ungehindert auf die Flusssysteme treffen. Zudem melden in dieser überwiegend
landwirtschaftlich geprägten Region sowohl die Landwirtschaft als auch die
Trinkwasserversorger höhere Entnahmebedarfe für die Zukunft an. Es wird demnach
immer mehr Wasser fehlen, um das Naturschutzgebiet erhalten zu können.

- Was hat die BI bereits unternommen?

  • Die Bürgerinitiative ProAuetal gegründet
  • Webseite erstellt
  • Exkursionen für Bürger:innen mit kenntnisreichen Personen der Region zu Flora und
    Fauna organisiert, die auf die möglichen Verluste dieses Naherholungsgebietes
    aufmerksam machen.
  • Kommunale Ratsmitglieder, Bürgermeister, Landrat und Kreistagsabgeordnete zu Vor-
    Ort-Begehungen eingeladen, die dort mit Experten und der BI über die möglichen
    Gefahren diskutieren können
  • Stellungnahmen abgegeben
  • Jährliche Infoveranstaltung, sog. „Klönschnackrunden“ für Jedermann:frau mit
    Vorträgen von Experten über Wasser, schützenswerte Flora und Fauna in unserer
    Region und Klimafolgen etabliert.
  • Presse auf BI-Veranstaltungen aufmerksam gemacht und eingeladen

- aktueller Stand/ Erfolge der BI: Bisher wurde keine Genehmigung zum Nassabbau
erteilt, der einstmalig gestellte Antrag als nicht prüffähig zurückgewiesen. Das
wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren ist jedoch nach wie vor in der Pipeline. Der
Kiesabbauer wurde vom Landkreis aufgefordert seinen Antrag gemäß den Vorgaben aus
dem Scopingtermin, (der am 29.09.2022 stattfand) aufzuarbeiten, damit er prüffähig
werde.

Die Einbindung in das Verfahren wurde nur durch den LBU möglich, denn eine BI ist
formal keine juristische Person, muss deshalb auch nicht von den Behörden eingeladen
oder gehört werden. Durch die Mitgliedschaft im LBU können wir darauf drängen, in alle
für uns relevanten Themen vom Landkreis eingebunden und informiert zu werden.

In Stellvertretung des LBU waren wir berechtigt, am Scopingtermin teilzunehmen und
eine Stellungnahme abzugeben. Bei der Erstellung der Stellungnahme waren die
Webinare und beratende Unterstützung zu diesem Thema des LABÜN elementar
hilfreich.

Ebenso konnten wir zur RROP-Änderung durch die LBU-Mitgliedschaft eine
Stellungnahme abgeben.

Des Weiteren sind wir derzeit auch in der Begleitgruppe „Naturschutz“ aktiv, die an dem
„Wasserbewirtschaftungskonzept des Landkreis Harburg“ mitarbeitet. In diesem
Rahmen können wir kritische Fragen stellen, Maßnahmen zur Grundwasserneubildung
einbringen, Netzwerke bilden und unsere Expertise ausweiten.

- Link zur Homepage, social media, ggf. Telefonnummer/email Kontaktperson

www.proauetal.de

Kontakt: Angela Schneider, 21445 Wulfsen, schneider-wulfsen@t-online.de, Mobil:
0049 (0) 173 203 7607